BIHK-Rohstoffreport

Nach 2012 und 2015 haben die bayerischen Industrie- und Handelskammern 2018 erneut eine ausführliche Umfrage zur Rohstoffsituation der bayerischen Unternehmen durchgeführt. Für den neuen Rohstoffreport Bayern 2019 (PDF auf externem Server) wurden rund 5.000 Betriebe zu ihrer Rohstoffsituation, der Entwicklung der Rohstoffpreise und deren Verfügbarkeit sowie zu den bisher umgesetzten Maßnahmen im Bereich Ressourceneffizienz befragt.

Die aktuelle Untersuchung ergab, dass die Rohstoffpreise wieder deutlich steigen und es verstärkt zu Versorgungsengpässen, insbesondere bei den Basismetallen kommt. Bei den heimischen Rohstoffen wie Steine und Erden verzeichnet jedes dritte Unternehmen Preisanstiege und eine Zunahme an Versorgungsengpässen.

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Große Versorgungsengpässe (26 Prozent der Befragten) und Preis­steigerungen (69 Prozent) gab es bei heimischen ‎Rohstoffen wie Steinen und Erden (Kies, Sand, Lehme, Quarzsand). Gegen steigende Kosten und Engpässe setzte die heimische Wirtschaft auf optimierte Lagerhaltung (71 Prozent) sowie Nutzung unterschiedlicher Lieferquellen, um Ab­hängig­keiten zu vermeiden (56 Prozent). Knapp die Hälfte schloss längerfristige Verträge über ein bis mehrere Jahre ab (47 Prozent). Wichtigstes Anliegen an die Politik war daher der Abbau internationaler Hürden wie Zölle oder Exportquoten. Diese Forderung stellten knapp zwei Drittel, der im Dezember 2014 befragten 700 Unternehmen.

Die Wiederverwendung von Materialien gewinnt rapide an Bedeutung für bayerische Unternehmen. Während 2012 nur jedes fünfte, befragte Unter­nehmen Recyclingmaterialien einsetzte, war es im Dezember 2014 schon jedes Zweite. Diese Entwicklung unterstützen die Kammern mit der IHK-Recyclingbörse, einem kostenlosen Vermittlungssystem für verwertbare Abfälle und Produktionsrückstände.

Als Thema mit Hebelwirkung kristallisierte sich die Ressourceneffizienz heraus: 60 Prozent der Befragten wünschte sich eine verstärkte Zu­sammen­arbeit mit der Politik. Jeder Dritte forderte, die Entwicklung von Recycling-Technologien zu stärken. Fast jedes zweite Unternehmen (43 Prozent) gab an, sein Geschäftsmodell für mehr Ressourceneffizienz zu überdenken oder bereits angepasst zu haben.

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